US-Geheimdienst sammelt Daten von Millionen Telefonnutzern

06 Jun, 2013

Die englische Zeitung The Guardian hat eine streng geheime Verfügung eines US Gerichts an Verizon veröffentlicht, wonach die Telefongesellschaft Daten zu Abonnenten, Nutzung sowie Standorten etc. an den US Geheimdienst NSA liefern muss. Diese Veröffentlichung hat ordentlich Staub aufgewirbelt: So sind bei Verizon ca. 115 Millionen Kunden davon betroffen und offensichtlich besteht die Order schon seit 2006.

Eine Debatte im US Senat, die eigentlich zu Budgetfragen vorgesehen war, drehte sich nun vor allem um die Überwachung der Bürger und die Datensammelaktion des Geheimdienstes. Dass diese Aufdeckung massive Proteste hervorruft, ist nicht erstaunlich, so hat sich z.B. auch Al Gore, der frühere US-Vizepräsident auch auf Twitter gemeldet.

Wahrscheinlich dürfte die Verfügung gegen Verizon kein Einzelfall sein, und es ist davon auszugehen, dass wohl sämtliche US-Telcos und auch Unternehmen aus anderen Industriezweigen (ISPs, Hoster, Airlines, Bus- & Bahnunternehmen, etc.) die Geheimdienste ständig mit Daten beliefern müssen.

[Bild: ZDNet]

About the author

Ivan Kellenberger

Schon seit seinem Studium zum Informatik-Ingenieur, als das Internet erst an Universitäten und staatlichen Einrichtungen zur Verfügung stand, bewegt sich Ivan Kellenberger durch "das Netz". Als eines der Gründungsmitglieder ist Ivan seit 1996 bei Futurecom tätig und führt als Mitglied der Geschäftsleitung der Y&R Group Switzerland die IT Unit der Gruppe. Für den Frog-Blog spürt er immer wieder die neuesten Trends der digitalen Welt auf.

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