Weitere Folgen von Sandy: Twitter-Gewitter und 1 Mio. Bilder auf Instagram

01 Nov, 2012

Social Media-Nutzung hat mit dem Hurricane Sandy in den letzten Tagen ein neues Hoch erreicht. Noch nie zuvor wurden Twitter, Google Maps & Co. so intensiv als Informationsquelle zur Vorbeugung genutzt wie bei einem der schlimmsten Stürme, der am Montag auf die amerikanische Ostküste und die Metropole New York traf.

Bereits vor dem Sturm wurde via Twitter und der Google Crisis Map über die Gefahrenzonen, mögliche Notfallunterkünfte und die Standorte der Evacuation Centers informiert. Während des Sturms konnten sich die Bürger auch über den Hashtag #Sandy über den aktuellen Verlauf der drohenden Katastrophe informieren. Neben der Feuerwehr von New York (FDNY), twitterte auch der Bürgermeister Mike Bloomberg Krisen-Anweisungen und Hilfestellungen.

Die Einwohner der Millionenmetropole dokumentieren den „Frankenstorm“ auch auf Instagram. Rund 600 Bilder werden pro Minute, also mehr als 10 pro Sekunde, auf das Fotonetzwerk gestellt. Bereits jetzt sind mehr als 1 Million Bilder sind mit den Suchbegriffen „superstorm“ „hurricanesandy“, „sandy“ oder „frankenstorm“ zu finden.

Einen Besuch wert ist daher Instacane.com. Ein User richtete die Website ein, um die Fotos zum Hurrikan Sandy im Internet allen zugänglich zu machen. Bei Ereignissen wie dem Hurrikan Sandy, die weltweite Aufmerksamkeit erzeugen, sollte man die Bilder und Videos jedoch mit Vorsicht geniessen: Vom Haifisch inmitten einer überfluteten Strasse bis zum Taucher in der U-Bahn  kursieren viele Bilder, die keineswegs authentisch sind. Empfehlenswert ist deshalb auch ein Besuch bei The Atlantic: Die Website hat damit begonnen, vermeintlichen Sandy-Fotos die Etiketten „Real“ oder „Fake“ zuzuordnen.

Auswirkungen hatte Sandy übrigens auch auf bekannte Websites. Neben Gizmodo waren auch die Websites von Gawker,  BuzzFeed und der Huffington Post online nicht mehr zu erreichen und meldeten via Twitter, dass ihre Seiten wegen des Hurrikans nicht mehr online seien. Sandy berichten wollten sie natürlich trotzdem und sammeln Netzfundstücke zum Sturm zum Beispiel nun einfach auf Twitter und Tumblr.

Diejenigen, die zur Zeit noch in der Lage sind Bilder hochzuladen, sind jedoch in den meisten Fällen nicht die am heftigsten vom Sturm Betroffenen. Immer noch rund 6 Millionen Menschen sind derzeit ohne Strom. Für sie wird twittern, bloggen, liken und Fotos posten ziemlich schnell unmöglich, denn der Akku eines Smartphones hält ja bekanntlich nicht lang.

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Y&R Consulting

Y&R Consulting steht für Know How in der Strategischen Beratung. Innerhalb der Y&R Gruppe ist das Team von Y&R Consulting zuständig für Channel Strategy, Marketing Consulting, Brand Consulting sowie Digital Research. Neben den bestehenden Studien Brand Asset Valuator BAV und Media Use Index MUI führen wir jährlich auch sogenannte TRENDS Studien zu verschieden Themen wie Mobile, Social Media, Retail etc. durch.

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