Windows Azure: Cloud Computing von Microsoft

11 Okt, 2013

Ich dachte, dass „Azure“ das Cloud-Hosting von Microsoft sei. Es ist wahr, aber Azure ist viel mehr.

Um mehr zu erfahren, konnte ich gestern am Windows Azure Hands-On Labs for Developers and IT Pros bei Microsoft in Wallisellen teilnehmen.

Für den Workshop brauchte man ein Windows Azure (Trial) Konto. Um sich für letzteres zu registrieren, benötigt man eine Kreditkarte, Kosten fallen jedoch keine direkt an.

Die Bezahlung war ein Thema für viele Fragen. Wenn die Probeperiode abgelaufen ist, bezahlt man nur, wenn man das Konto als „Standard“ nutzt und kommerzielle Dienste aktiv sind (z.b. eine Datenbank). Sonst darf man das Konto weiter kostenlos nutzen. Interessant  ist das Pay as you go Business Modell bei Windows Azure. Das bedeutet, dass man mit einem kleinen Budget anfangen darf und seine Dienste später anpassen kann. Man kann z.B. mit einer kleiner Datenbank von 50 MB anfangen, die Datenbank für 1 Tag mit 1 GB Daten füllen und danach die Daten wieder löschen: so bezahlt man die 1 GB-Nutzung nur für einen Tag. Gleiches gilt für Prozessoren und Virtuelle Maschinen (VM).

Für einen Monat darf man mit dem Probekonto alle Features testen. Man hat 200 CHF Kredit, und je nach verwendeten Features geht der Kredit nach unten.

Wie gesagt, Azure ist mehr als nur „Hosting“. Einen Überblick über alle Dienste kann man hier sehen.

Websites – das ist das „Basic“ Hosting, was ich z.B. für meine persönliche Website nutzen kann. Mit 5 USD/Monat kann ich schon ein Standardkonto mit einer Datenbank (bis 100 MB) nutzen.

Virtuelle Computer – wenn man mehr Kontrolle braucht, oder Lust hat als Administrator seine eigene Maschine zu verwalten, ist dies die Lösung. Achtung: man muss selber alle Patches installieren und alle Konfigurationen der Maschine selbst verwalten.

Cloud-Dienste – wenn man mehrere Maschinen braucht, die zusammen kommunizieren müssen (z.B. ein E-Commerce-System mit WebServer (Web-Rolle) und separater Maschine (Worker-Rolle), die PDFs für Reporting-Anfragen erstellen sowie Scheduled Tasks und Batches bearbeiten muss), ist dies eine geeignete Lösung. Man kann hier ein ganzes Netzwerk mit Virtuellen Maschinen aufbauen.

Mobile Services – wenn man eine App entwickeln will, die die Nutzerdaten in der Cloud speichern muss, ist dies eine mögliche Lösung. Mobile Services sind jedoch noch viel mehr, aber im Workshop hat man hierzu nicht viel erfahren.

Media Services – dies ist die Lösung, um Videostreaming und ähnliche Dienste zu hosten. Die letzten Olympische Spielen haben diese Plattform benutzt.

Interessant ist noch die Replikation der Datenbank. Jede Datenbank hat automatisch 3 Instanzen. Azure wird deshalb als robust und sicher beworben.

Windows Azure hostet jedoch nicht nur Windows-Technologien, sondern auch PHP, MySQL, Java, Node.js, Ruby und mehr.

Als Entwickler kann man Azure auch mit diesen Tutorials und Resources testen.

Schon vor dem Workshop konnte ich diesem Tutorial folgen und eine ASP.NET MVC-4-Website auf Azure publizieren, es war nicht kompliziert.

Azure ist sicher für kleine und grosse Firmen interessant. Einen Überblick über die Kosten kann man auf der Rechner-Seite selber erlangen.

Wer Interesse hat, kann auch noch am Workshop teilnehmen: am 24. Oktober in Luzern und am 10. Dezember 2013 in St. Gallen.

[Bild: clouduser.de]

About the author

Paolo Brocco

Geboren in Lugano, 27 Jahre im Tessin, Master in Kommunikationswissenschaften. Seit 2009 in Zürich. Seit 2010 C#/ASP.NET Software Entwickler bei Futurecom. Erfahrungen als Linux System Administrator und Data Analyst. Passion für Web-Technologien.

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