Oh Snap: Opt-in Werbung auf Apps

10 Nov, 2014

Es ist soweit: die erste Werbung wurde auf der Social-App Snapchat geschaltet. Denn nun wollen die Investoren endlich Gewinne aus dem mit 10 Milliarden Dollar bewerteten App sehen.

Anders als bei „Targeted Ads“ die beispielsweise auf Facebook geschaltet werden, soll die Werbeszenerie auf Snapchat jedoch einfach gehalten werden. Passend zu der App mit dem Countdown-Selbstzerstörungsmechanismus soll vor allem lustiger und informativer Content gezeigt werden, in diesem Falle ein exklusiver Trailer für einen Horror-Film.

Aufdringliches Werben wird auf der Plattform nicht stattfinden, ein Pop-up, das zum Konsum zwingt, gibt es nicht. Wer will, sieht sich die Werbung an. Snapchat setzt als erster Social Messenger auf Werbung, Whatsapp will darauf nach eigenen Angaben für immer und ewig verzichten. Es wird mit Spannung beobachtet, ob sich Werbung als primäre Einnahmequelle auf Apps wie Snapchat nachhaltig durchsetzen kann, oder ob die User dem Dienst davonlaufen und auf den nächsten Social Messenger umsatteln.

Im Vergleich zu anderen Social Media Applikationen fristet Snapchat in der Schweiz zwar noch ein Schattendasein, weltweit wird die App jedoch bereits von 100 Millionen Usern genutzt, vor allem in den USA. Hierzulande bewerten sie rund 12% der Digital Natives (14-29 Jährigen) mit wichtig bis sehr wichtig. Ob Snapchat den Durchbruch schafft, wie ihn WhatsApp in den letzten beiden Jahren verzeichnen konnte, bleibt abzuwarten.

About the author

Christian Heckmann

Bereits als Kind war Christian regelmässig auf der CeBIT in Hannover. Multimedia-Neuheiten übten schon immer eine Faszination auf ihn aus. Die Digitalisierung mit ihren disruptiven mobilen Technologien begeistert ihn. Christian ist Communication and Social Media Manager der Y&R Group Switzerland und freut sich über neue Follower auf Twitter.