Digital, Social & Mobile: “The AHH-Effect” von Coca-Cola

06 Mai, 2013

Der Ahhhhhh-Effekt – wie schmeckt ein Schluck Coca-Cola? Wie fühlt sich das an? Und wie klingt dieses Gefühl? Coke als die ultimative Erfrischung – das will der Softdrinkkonzern mit seiner neuesten Kampagne „The AHH-Effect“ kommunizieren. Diese basiert auf 61 Webseiten, deren URL’s sich lediglich in der Anzahl der h’s unterscheiden: www.ahh.comwww.ahhh.comwww.ahhhh.com  und so weiter und so weiter. Dabei soll jede URL ein neues Erlebnis, einen „digitalen Snack“ transportieren. Das können bspw. kurze Games, lustige Videos oder Animationen sein, aber auch eine Zeitreise in die Geschichte der Cokeflasche. Entscheidend ist dabei der Bezug zur Marke – so ist es beim Game „Guide the Bubble“  die Luftblase im Coke gefüllten Glas, die vor herunterfallenden Eiswürfeln und Strohhalmen geschützt werden muss. Die Video-Kollektion „Happy Dance“  schlägt den Bogen zur Happiness-Botschaft. Bisher gibt es über 17 URLs, geplant sind 44 weitere.

Coca Cola spricht von der ersten rein digitalen Kampagne. Und zielt damit auf Teenager, deren Aufmerksamkeitsspanne zunehmend kürzer wird und die Content vorwiegend mobil über ihr Smartphone konsumieren. Mit Werbung auf Facebook, Twitter und als Offline-Element auf Cokeflaschen sollen die Jugendlichen auf die Kampagne aufmerksam und aufgefordert werden, eigene „Snacks“ zu kreieren. Die besten werden ausgewählt und integriert. Ein permanentes Site-Reporting System bestimmt gut und schlecht laufende Gimmicks. Entsprechend wird die langjährig angelegte Kampagne optimiert und kontinuierlich verändert: „We fully expect to end up in a completely different place compared to where we started.“

Wir werden nicht lügen, aber als wir zum ersten Mal hörten, dass Coca Cola 61 neue Websites lanciert, dachten wir tatsächlich „Ahh!“. Dies ist eine ehrgeizige, bahnbrechende Kampagne für das Unternehmen, welche sich nicht nur die sich schnell verändernde Welt der digitalen Werbung zu Nutze macht, sondern auch direkt die zunehmend verbundene, tech-süchtige, leicht ablenkbar jugendliche Zielgruppe anspricht.

Fazit: Auch erfolgreiche Brands brauchen Innovationen. Die Kampagne ist ein weiterer konsequenter Schritt des Unternehmens einen Paradigmenwechsel anzustreben: „Digital, social & mobile are re-writing the rules of marketing. We can no longer have one-way brand to fan communications – instead the brand must facilitate true fan experiences to drive engagement,“ so Pio Schunker, Senior VP Integrated Marketing Communications. Das kann man als Fazit durchaus so stehen lassen. Denn: Der Wettbewerb um attraktiven Content nimmt gerade rasant an Fahrt auf.

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Y&R Consulting

Y&R Consulting steht für Know How in der Strategischen Beratung. Innerhalb der Y&R Gruppe ist das Team von Y&R Consulting zuständig für Channel Strategy, Marketing Consulting, Brand Consulting sowie Digital Research. Neben den bestehenden Studien Brand Asset Valuator BAV und Media Use Index MUI führen wir jährlich auch sogenannte TRENDS Studien zu verschieden Themen wie Mobile, Social Media, Retail etc. durch.

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