Crowdfunding: die Zukunft der Projektfinanzierung!

27 Mrz, 2014

20’000 Franken wollten wir in 60 Tagen zusammenbringen, um unser Kochbuch «zu Tisch.» produzieren zu können, welches wir diesen Herbst im Eigenverlag publizieren werden. Dafür starteten wir Anfang März eine Crowdfunding-Aktion auf der Schweizer Plattform wemakeit.ch, die sich auf Kunst-, Musik-, Film-, Design- und andere kreative Projekte spezialisiert hat. Im Gegensatz zur zweiten, älteren Schweizer Crowdfunding-Plattform «100-days.net», kann man bei wemakeit.ch die Laufzeit seines Projektes frei wählen, wobei die Obergrenze bei 60 Tagen liegt. Wir entschieden uns für zwei Monate, da unser Finanzierungsziel doch ziemlich ambitioniert war, auch wenn es nur einen Teil der effektiven Kosten abdecken würde. Da man für sein Projekt den zugesprochenen Betrag nur erhält, wenn man das Finanzierungsziel erreicht hat (wenn nicht, gibts gar nichts.), gilt es, ein realistisches Ziel zu definieren. Wir waren also zuversichtlich, in den zwei Monaten, in denen unser Projekt online sein sollte, die 20’000 Franken zu erreichen – und dann haben wir dies in nur 5 Tagen geschafft. Nun, knapp in der Hälfte der Projektlaufzeit, haben wir unser Ziel bereits um 35% überschritten und hoffen, dass wir weitere 15 % schaffen, womit dann unsere effektiven Produktionskosten gedeckt wären.

Gibt es eine Art Rezept für unseren Erfolg beim Crowdfunding? Wir erachten diese Punkte als wichtig für ein erfolgreiches Projekt:
– gutes Projekt: es ist sicher das wichtigste, dass das Projekt selbst die Leute überzeugt – niemand spendet sein Geld für etwas, das einen nicht wirklich interessiert.
– gute Vorbereitung: das Projekt muss ansprechend und professionell auf wemakeit.ch präsentiert werden.
– gute Belohnungen: Wer das Projekt unterstützen will, kann zwischen verschieden hohen Beträgen wählen für die er/sie jeweils unterschiedliche Belohnungen/Gegenleistungen erhält. Hier gilt es, attraktive Angebote zu schalten, die dem «Spender» einen echten Anreiz bieten.
– persönliches Engagement: die meisten Unterstützer eines Projektes sind Menschen aus dem Umfeld der Initianten, es gilt also, aktiv auf seine Freunde und Bekannte zuzugehen und sie für das Projekt zu begeistern. Ein gutes Netzwerk ist sehr wichtig.

Crowdfunding ist ein grossartiges Instrument, um Projekte zu verwirklichen, die sich auf konventionellen Wegen nicht umsetzen lassen würden. Dass viele verschiedene Menschen durch das Spenden von kleinen (oder grossen) Beträgen die Möglichkeit schaffen, grössere Beträge zusammenzutragen, eröffnet völlig neue Möglichkeiten und macht kreative Menschen unabhängig von konventionellen Geldgebern wie Investoren oder Banken. Für uns ist Crowdfunding ein zukunftweisendes Mittel, das wir jederzeit wieder für weitere Projekte nutzen würden!

Unser Projekt auf wemakeit: wemakeit.ch/projects/zu-tisch/

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