Neue Gestensteuerung für Computer: Leap Motion

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Inspiriert durch Kinect von Microsoft, entwickelt Leap Motion einen Device, der es einem erlauben wird seinen Computer mit Handbewegungen zu steuern . Das Demo-Video des 70US$ *D Motion Scanners sieht schon sehr beeindruckend aus.  Erhältlich soll das Produkt ab Ende Jahr sein, bis dahin müssen wir PC und Macs noch mit der Maus steuern.

Die Facebook-Story zur Nachlese

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War der Börsengang von Facebook nun erfolgreich (das Unternehmen wird mit ca. 100 Milliarden US$ bewertet) oder eher ein Flop (nach nur ein paar wenigen Cents Kursgewinn am Ausgabetag ist der Aktienkurs am heutigen zweiten Handelstag schon in der ersten Stunde auf eine Tauchfahrt von über 7% geschickt worden)?
Nun, die Zukunft wird es weisen müssen…

Wer die bisherige Geschichte von Facebook nachmals Revue passieren lassen will, kann dies noch 2 Tage im Video-Archiv des Schweizer Fernsehens machen:

Im DOK-Beitrag kommen nebst Mark Zuckerberg auch Sheryl Sandberg (COO bei Facebook) und andere Personen inner- und ausserhalb des Unternehmens zu Wort.

Und hier gibt’s den aktuellen Aktienkurs von Facebook.

Die Amis shoppen wie die Wilden und zwar online

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Laut comScore sind die Amerikaner grosse online Shopper. So zeigen die neusten Zahlen, dass online Shopping (ex. Travel) in nur einem Jahr um 17% (Q1-12 Umsatz: 44,3 Milliarden US$) gestiegen ist. Spannend ist auch was gekauft wurde, so gehören zu den grössten Verkaufsschlagern natürlich der“Digital Content”Bereich (Musik, Video), Abos, Software aber auch nicht so offensichtlichen Dinge Schmuck und Uhren oder Event Tickets zählen zu den online Verkaufshits. Und wen wundert’s, ein Grossteil der Verkäufe beinhaltet “Free Shipping” (48,8%). Oder anders formuliert, wer online erfolgreich sein will, der liefert gratis. 38% der Tablet-Besitzer haben im Q1 ebenfalls bereits mindestens einmal geshoppt. 
Auch liegt die Vermutung nahe, dass nicht nur die Amis ambitionierte online Shopper sind, sondern auch wir Schweizer und Europäer immer mehr online shoppen, sind doch auch bei uns die klassischen Retail-Umsätze eher rückläufig.

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Klassisches TV kommt durch Time-Shift TV in Bedrängnis

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Die gute Nachricht für die Fernsehmacher ist, TV wird immer noch fleissig geschaut, Tendenz eher steigend ( zumindest in den USA laut Nielsen). Schaut man aber, wie heute Bewegtbild konsumiert wird, kann man folgenden Trend ausmachen: klassisches Live-TV ist kontinuierlich auf dem Rückgang, da es langsam durch  time-shift orientierte Konsumation ersetzt wird. Bevor aber das klassische TV durch IP-TV  basierte Dienste ersetzt wird, heisst es noch Abschiednehmen von der DVD als Filmträger. DVD und Blue-Ray wird nämlich das gleiche Schicksal ereilen wie einst die CD – sie werden obsolet.

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re:publica 12, Tag 3: Das Dilemma ums Urheberrecht

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EU-Kommissarin Neelie Kroes an der re:publica

Big Sister is watching you: EU-Kommissarin Neelie Kroes äusserte Verständnis für die Anliegen der Netzaktivisten, setzte aber auch klare Grenzen.

Der heutige Tag begannt damit, dass sich Neelie Kroes, EU-Kommissarin  für die Digitale Agenda, in die Höhle des Löwen wagte: Auf der Hauptbühne der re:publica legte sie ihren Standpunkt zum Thema The Internet Freedoms dar. Wissend, dass im Saal die ACTA-Gegner in der Überzahl waren, zeigte sie Verständnis für die Proteste gegen das Abkommen. Sie äusserte auch Interesse an alternativen Vergütungsmodellen für nicht-materielle Güter, sprach sich aber dezidiert für die Einhaltung geltender Urheberrechtsgesetze aus. Eine Gesellschaft brauche Kulturschaffende, die von ihrer Arbeit leben können, rief sie warnend in den Saal.

Katie Jacobs Stanton an der re:publica

Katie Jacobs Stanton lieferte nur eine unkritische Unternehmenspräsentation über Twitter, punktete aber mit der Ankündigung, der Microblogging-Dienst werde ein Office in Berlin eröffnen.

Das Thema der Nutzung und Finanzierung von digitalen Werken zog sich als roter Faden durch den ganzen Tag. Unter dem Titel Copyriots! Der Kampf der Kulturen diskutierte ein von Spreeblick-Blogger Johnny Haeusler moderiertes Panel, wie die Gratiskultur des Internets mit den Bedürfnissen von Kulturschaffenden und Kulturindustrie in Einklang gebracht werden könnte. Einig war man sich darin, dass das Kopieren digitaler Daten über das Netz nicht zu verhindern sei und dass man nicht alle Kopierer kriminalisieren könne. Einig war man sich zudem im Unmut über die GEMA, welche bezeichnenderweise dem Panel trotz Einladung fern blieb. Konkrete, mehrheitsfähige Lösungen hatte hingegen niemand anzubieten.

Panel zum Thema Crowdfunding an der re:publica

Wie können Kulturschaffende von ihrer Arbeit leben? Crowdfunding auf Projektbasis kann funktionieren, ist aber keine Universallösung.

Im Track co:funding wurden Möglichkeiten diskutiert, wie Kulturschaffende ihre Projekte über Crowdfunding-Plattformen finanzieren können. Ein Panel wollte speziell Finanzierungsstrategien für Journalisten, Autoren und Verlage diskutieren, konnte allerdings wenig erfolgreiche Beispiele anführen. Der TAZ-Redaktor Matthias Urbach fürchtete zudem um die Unabhängigkeit der Berichterstattung, wenn die Themenwahl durch die Spendenbereitschaft der Crowd diktiert wird. Andererseits ist gerade die TAZ ein gutes Beispiel dafür, wie ein Medium finanzielle Unterstützung generieren kann – bis hin zur Flattr-Alternative “taz zahl ich” auf taz.de.

Analoge Twitter-Wall an der re:publica

Pausenspiel an der re:publica: Finde ich meinen eigenen Tweet auf der analogen Twitter-Wall?

Dirk von Gehlen präsentierte 10 Thesen aus seinem Buch Mashup – Das Lob der Kopie. Er argumentierte, dass das Kopieren (im Sinne von Nachahmen oder Lernen) ein zentrales Element unserer Kultur sei und dass jeder Mensch von den Errungenschaften anderer profitiere (“standing on the shoulders of giants”); zudem werde jedes Kind zum Teilen erzogen. Insofern sei der Widerstand gegen das digitale Kopieren nicht nur realitätsfern, sondern geradezu unnatürlich. Dieser brillianten Analyse folgte allerdings der wenig ausgearbeitete Vorschlag einer Kultur-Flatrate zur Abgeltung von kreativer Arbeit.

Die Ratlosigkeit darüber, wie digitales Kulturgut fair finanziert werden kann, war das prägende Thema dieses letzten re:publica-Tages. Allen ist bewusst, dass es höchste Zeit für eine konstruktive, praktikable und für alle Seiten akzeptable Lösung ist, weil sonst ACTA und ähnliche Vorstösse noch mehr Auftrieb erhalten. Nur ist eine solche Lösung nicht in Sicht.

P.S. Die Veranstalter der re:publica haben uns hochkarätige Redner, relevante Themen und eine ideale neue Location  beschert. Nur eines haben sie nicht geschafft: ein funktionierendes WLAN aufzubauen. Eine Internet-Messe ohne Online-Zugang – das geht einfach nicht. Wie horrend die Daten-Roaming-Gebühren der Swisscom sind, habe wahrscheinlich nicht nur ich schmerzlich erfahren müssen…

re:publica 12, Tag 2: Podcasting, Health 2.0 und Fernsehen

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Im Hof der STATION Berlin herrschte bei sommerlichen Temperaturen Volksfeststimmung.

Nachdem gestern an der re:publica viel über grundsätzliche Gefahren der Internet-Gesellschaft debattiert wurde, ging es heute vermehrt um konkrete Erfahrungsberichte aus verschiedensten Gebieten der digitalen Welt. Die bis zu acht parallelen Sessions wurden dabei durch sogenannte Tracks thematisch gruppiert: Wer sich etwa für Journalismus und Medien interessierte, folgte dem Track re:port; wer etwas über die Rolle des Internets bei Protestbewegungen hören wollte, besuchte Sessions des Tracks re:volt; und wem es um gestalterische Fragen ging, der hielt sich an den re:design-Track. Nachfolgend einige ausgewählte Beispiele.

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Prominente Redner wie der “elektrische Reporter” Mario Sixtus füllten auch die deutlich grosszügigeren Hallen des neuen Veranstaltungsorts.

Der professionelle Podcaster Trim Pritlove erläuterte, warum Audio- und Video-Podcasts – einst als “Radio- bzw. TV-Sender für jedermann” gehyped – nach wie vor ihre Berechtigung und ihre eigenen Qualitäten haben. Gut gemachte Podcasts würden zu einer viel intensiveren Bindung zwischen Produzenten und ihrem Publikum führen und wesentlich konstruktiveres Feedback generieren. Er widersprach zudem dem Argument, Internet-Nutzer hätten zu wenig Zeit und würden sich deshalb keine längeren Aufnahmen anhören bzw. ansehen: Pritlove beobachtet vielmehr eine “Wiederentdeckung der Langsamkeit“.

Auch die Präventivmediziner nutzen das Potential des Internets für ihre Arbeit. Kai Sostmann von der Berliner Uniklinik Charité stellte unter dem Schlagwort “Health 2.0” verschiedene Projekte vor, welche Gesundheitsinformationen über das Internet an die breite Bevölkerung vermitteln, etwa zur ausgewogenen Ernährung oder zur Vermeidung sexuell übertragbarer Krankheiten. Das Konzept hat allerdings seine Grenzen, denn es gibt einen Digital eHealth Divide: Ärmere und bildungsferne Bevölkerungsteile haben auch schlechteren Zugang zum Internet und sind weniger an Gesundheitsthemen interessiert. Erfolgreicher scheint da das Startup washabich.de zu sein, das Ansgar Jonitz vorstellte: Medizinstudenten und Ärzte übersetzen hier anonymisierte Diagnosen für Patienten in allgemein verständliches Deutsch. Die gut 600 ehrenamtlichen Mitabeiter sind zur Zeit völlig ausgelastet und nehmen im Moment keine neuen Aufträge an.

Adam Hyde an der re:publica

Adam Hyde von FLOSS Manuals präsentierte Beispiele für kollaborativ erstellte Bücher. 

Unter dem Schlagwort Social TV stellte Uwe Schnepf eine Lösung vor, welche es dem Zuschauer ermöglicht, über einen HbbTV-tauglichen Fernseher mit seinen Facebook-Freunden zu kommunizieren, welche die gleiche Sendung anschauen. Über den berühmten Second Screen (das Smartphone oder das Tablet) geht das natürlich schon heute, Uwe Schnepf will einzig das TV-Programm und die Internet-Kommunikation im Fernsehgerät zusammenführen. Das Feedback aus dem Publikum war entsprechend kritisch, und die weitere Diskussion zeigte vor allem eines: Der einst so homogene Kanal Fernsehen wird immer heterogener. Smart TVs, unterschiedliche Digital-TV-Angebote der Netzbetreiber, IPTV verschiedenster Plattformen und divergierende Internet-Strategien der Sender führen derzeit zu einem schwer überschaubaren Angebot.

Und wenn wir gerade beim Fernsehen sind: Auch Mario Sixtus – bekannt als Elektrischer Reporter des ZDF – hatte seinen Auftritt an der re:publica. In einem Podiumsgespräch diskutierte er Zukunftsszenarien für die Internet-Gesellschaft, ausgehend von zwei Episoden der genialen Reihe Übermorgen-TV.

Übrigens: Der Spiegel überträgt die Sessions der re:publica live im Internet und bringt so ein bisschen re:publica-Feeling in die gute Stube.